Marco Misuri
Was meinen persönlichen Werdegang angeht habe ich am 7 September 1971, der Tag meines 17ten Geburtstags angefangen im eigenständigen Betrieb von Bruno Lastrucci zu arbeiten, der in seinem Haus in S. Margherita a Montici gelegen war, wo jeden Sommer der amerikanische Künstler Richard Blow ankam, um seine über das Jahr geschaffenen Skizzen in Mosaic zu schaffen; Blow war ein großer Künstler für chromatische Formen und Kompositionen, leider war er nie ganz zufrieden mit dem was er erschuf und was er erschaffen ließ. Sodass er in konstanter Suche nach Perfektion Hrn. Lastrucci immer wieder die Werke ändern ließ und die Arbeiten nur mit schleppender Langsamkeit vorangingen.
Meine Aufgabe war zu dieser Zeit die Feinarbeit des Stücks, praktisch der Schnitt des Materials Ebnung und Polierung, was in den Jahren üblich in den traditionellen Lehrmethoden war. Hr. lastrucci war und ist eine extrem charismatische Person und ich folgte ihm als er Direktor der Arte Musiva wurde, wo ich fähigsten Meistern anvertraut wurde die mir geduldig ihre Arbeitsmethoden beibrachten; mit großem Dank will ich an dieser Stelle an die Herren Fabio Renai, Carlo Borgheresi und Rolando Casini erinnern. Mir wurde von Hrn. Lastrucci und vom Dr. Parenti den größten künstlerischen Entfaltugsfreiraum gelassen, es waren Jahre in denen Kreativität gefördert wurde und versucht wurde aus dem üblichen Arbeitstrott herauszukommen, das hat mich durch mehr und weniger schöne Phasen gebracht um meine Erfahrungsschatz zu erweitern, dass für mich fundamental für meinen professionellen und kulturellen Wachstum war.
In dieser Zeit habe ich die Gelegenheit gehabt Arte Musiva auf verschiedenen Messen in Europa und America zu vertreten: Unter diesen erinnere ich mich gerne an die des Jahres 1978 in den Lagerhallen Harrod’s in London wofür sich auch das italienische Radio und Fernsehen über die englischen Journalisten hinaus interessierten, ich will nicht verneinen, dass diese Sache in mir eine gesunde Portion Selbstachtung weckte, aber noch wichtiger war die Erkenntnis, dass der Zeitpunkt gekommen war auf meinen eigenen zwei Beinen zu stehen, sodass ich trotz Beibehaltung guter Freundschaft um Erlaubnis fragte eigenständig zu arbeiten und die auch ohne Einschränkung erhielt.
Ekonomisch gesehen war es nicht die glücklichste Entscheidung, aber diese Sache gab mit neuen Antrieb.
1997 endete meine Beziehung zu Arte Musiva und die neue Direktion, und ich begann einen quälenden Weg während dessen ich an meiner Seite Renzo Scarpelli fand, eine extrem korrekte und loyale Person, mit dem ich mich oft zusammenarbeiten befand und der mir mit professionellen Ratschlägen und Aufträgen weiterhalf und mir auch aus arbeitstechnischer Sicht neue Ideen gab, die mehr meiner Art zu denken entsprachen.
Unsere Beziehung währt noch heute über eine größere Distanz.


